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Neues aus dem Hamburger Institut
für Sozialforschung

— Sommer 2019

Weitere Informationen finden Sie unter www.his-online.de


Liebe Leserinnen und Leser,


es ist Sommerpause und wir sind dabei, unser neues Herbstprogramm zusammenzustellen.
Ab Ende August finden Sie die aktuellen Termine auf unserer Website.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre unseres Newsletters und einen schönen restlichen Sommer!

Herzliche Grüße aus dem Mittelweg!


Veranstaltungen

Unsere öffentlichen Veranstaltungen beginnen wieder im Oktober.

Sie finden sie ab Ende August hier online


Neues von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

im Bereich Forschung


Teresa Koloma Beck und Thomas Hoebel

Im Juli ist die Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift für Theoretische Soziologie mit einem Themenschwerpunkt Theorizing Violence erschienen, den Teresa Koloma Beck, Senior Research Fellow am HIS, und Thomas Hoebel, Wissenschaftler in der HIS-Forschungsgruppe Makrogewalt mitgestaltet haben. In sieben Beiträgen wird der Frage nachgegangen, wie  es gelingen kann, die theoretischen Innovationspotenziale in der Gewaltsoziologie weiter zu stimulieren und damit auch einen Beitrag zu zeitgemäßen sozial- und gesellschaftstheoretischen Perspektiven soziologischer Forschung zu leisten.


Aaron Sahr

Auf der 14. Conference of the European Sociological Association (Thema: Europe and Beyond: Boundaries, Barriers and Belonging) in Manchester, hält Sahr auf dem Panel Theoretical Perspectives in Economic Sociology I am 22. August den Vortrag: The Coupling of Money Grids - On The Political Dimensions of Money from a Relationist Perspective.


Lars Döpking und Philipp Müller

Auf dem am 6. und 7. September in Princeton stattfindenen Workshop The Neoliberal State and Beyond. State and Nation Making in Latin America and Spain, stellt Döpking sein Paper Rise of the Neoliberal Tax State? Lessons from Spain, Southern Europe and Latin America since the 1990s (Arbeitstitel) vor. Müller präsentiert in Princeton sein Paper Reconfiguring Limited Statehood and Neoliberalism (Arbeitstitel).



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Der Europäer

Soziopolis gratulierte Jürgen Habermas am 18. Juni zu seinem 90. Geburtstag mit einem kleinen Themen-Schwerpunkt: Raymond Geuss unternimmt in Eine Republik der Diskussion eine kritische Würdigung des Homo liberalis und des von ihm vertretenen Konzepts der deliberativen Demokratie, die eine heftige Polemik losgetreten hat (siehe die Reaktion von Seyla Benhabib und Martin Jay sowie die Reaktion vom Verfasser selbst). Peter Niesen legt mit Distanzierte Annäherung eine feinfühlige Interpretation der Dankesrede vor, die Habermas 1989 aus Anlass der Verleihung der Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Philosophie und Sozialwissenschaften an der Hamburger Universität gehalten hat. Martin Bauer bespricht Roman Yos‘ Studie Der junge Habermas und in unserer Zitatsammlung lassen wir Kolleg*innen und Weggefährt*innen zu Habermas' Schaffen zu Wort kommen.

Die Mühlen der Zivilisation

Mit seinem kürzlich erschienenen Buch Die Mühlen der Zivilisation, das neuere Erkenntnisse unterschiedlichster Fachdisziplinen zusammenführt, bürstet der amerikanische Politologe und Anthropologe James C. Scott das Standardnarrativ der Menschheitsgeschichte gegen den Strich: Der Staat sei kein allgemeinen Wohlstand gewährleistender, das Leben erleichternder Höhe- oder gar Endpunkt gesellschaftlicher Entwicklung, sondern eine durch Entbehrungen und Risiken gekennzeichnete Form menschlichen Zusammenlebens, die einer nicht mehr nomadischen, sondern sesshaft gewordenen und Getreide anbauenden Bevölkerung sowohl durch Androhung als auch praktische Ausübung von Gewalt seitens einer Machtelite aufgezwungen wird.

Unser Buchforum eröffnet Jochen Schwenk mit einem instruktiven Beitrag, der das Grundkonzept von Die Mühlen der Zivilisation vorstellt und in Scotts Gesamtwerk einordnet. Ulla Connor fragt in ihrem Aufsatz, was Scotts Buch zu einer soziologischen Diskussion über den modernen Staat von heute beizutragen vermag, während Mario Krämer Scotts allzu scharfe Unterscheidung zwischen staatlicher Herrschaft und staatsfernem „Hinterland“ infrage stellt, um das entstehende herrschaftssoziologische Schwarz-Weiß-Bild mit bedeutsamen „Grau-Schattierungen“ anzureichern. Abschließend befasst sich Oliver Eberl mit dem nomadischen Leben als der menschheitsgeschichtlichen Alternative zur Zwangsvergesellschaftung in staatlichen Containern.

Über Sexualität und Wahrheit

Das Jahr 2019 wartet in sexual-, aber auch sozial- und wissenschaftshistorischer Hinsicht mit einer ganzen Reihe interessanter Jubiläen auf, denen sich Florian G. Mildenberger in seinem Essay widmet. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf ihre Relevanz für eine kritische sozialhistorische Forschung.

Tagungsberichte

Karsten Malowitz berichtet von den erstmals im Juni an der Humboldt-Universität zu Berlin gehaltenen "Walter Benjamin Lectures". In seinen drei Vorträgen zum Thema „Democracy and Its Crises“ führte Charles Taylor ein „philosophisches Zauberkunststück“ vor, in dem er die von ihm identifizierten Ursachen für den weltweit zu beobachtenden Aufstieg des Rechtspopulismus und das schwindende Vertrauen breiter Bevölkerungsschichten in die liberale Demokratie vor den Augen des Publikums kurzerhand in Impulse verwandelte, die zur Revitalisierung dieser Demokratien beitragen könnten.

Zu weiteren Tagungsberichten gelangen Sie hier.

Rezensionen 

Kapitalistische Konfusion macht Dirk Baecker in seiner Rezension zu Werner Plumpes "Das kalte Herz. Kapitalismus: die Geschichte einer andauernden Revolution" aus. Das Buch fasziniert seinen Rezensenten nicht zuletzt deswegen, weil es sich nicht entscheiden kann: Wird darin die Geschichte einer kapitalistischen Gesellschaft erzählt oder diejenige einer kapitalistischen Wirtschaft?

Weitere rezensentische Stellungnahmen, unter anderem zu "Die Mechanik der Leidenschaften" von Alain Ehrenberg, Michel Foucaults „Die Geständnisse des Fleisches“ oder „Verlorene Mitte – Feindselige Zustände“ von Andreas Zick, Beate Küpper und Wilhelm Berghan, finden Sie hier.


Nachrichten aus Verlag und Zeitschrift

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Verlags

»Wir Deutschen und die Demokratie«

Tim B. Müller & Hedwig Richter
TV-Dokumentation


30 Jahre Mauerfall, 70 Jahre Grundgesetz, 100 Jahre Weimarer Verfassung: Wie entwickelte sich die Demokratie in Deutschland? Und wie gefestigt ist das demokratische System in der Gegenwart? Diese Fragen werden in der ZDF-Dokumentation »Wir Deutschen und die Demokratie« einer illustren Runde von Fachleuten aus Politik- und Geschichtswissenschaft gestellt, darunter auch unseren Autor*innen Tim B. Müller und Hedwig Richter. Entstanden ist ein packender Dokumentarfilm, der bis Mai 2020 in der ZDF-Mediathek abgerufen werden kann.
ZDFzeit: Wir Deutschen und die Demokratie, 43 Minuten, D 2019
Weitere Informationen zu Tim B. Müller und Hedwig Richter sowie zu Hedwig Richters und Kerstin Wolffs aktueller Veröffentlichung »Frauenwahlrecht«.


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